Mit dem Vermögensaufbau beginnen in 7 Schritten: Finde die richtigen Aktien und ETF´s für deine Strategie
- Dennis Kasper
- 15. März
- 3 Min. Lesezeit

Dieser Artikel ist Teil einer 7-teiligen Serie, die dir eine kompakte Schritt für Schritt Anleitung bieten soll, wie du mit dem Vermögensaufbau startest.
Du hast dich nun für eine Strategie entschieden. Vielleicht bevorzugst du es, mit so wenig Aufwand wie möglich Vermögen aufzubauen. Während dein bester Freund von der Rente mit 50 träumt, liebt dein Cousin vielleicht die Fundamentalanalyse und wälzt einen Geschäftsbericht nach dem anderen.
Egal, welcher Typ du bist: Für jeden gibt es die passende Strategie. Nachdem wir im letzten Teil (Link zum letzten Artikel) die Theorie besprochen haben, geht es heute an die Praxis: die Portfoliokonstruktion.
1. Aktien-Portfoliokonstruktion für Einsteiger
Es gibt im Grunde drei Wege, wie du dein Depot aufbauen kannst:
Der passive Ansatz: Du investierst in breit gestreute ETFs mit dem Ziel, den globalen Aktienmarkt neutral abzubilden.
Der aktive Ansatz: Du wählst die Unternehmen, die in dein Portfolio kommen, selbst aus.
Der „Core-Satellite“-Ansatz: Eine Mischform, die aktuell sehr beliebt ist.
Was bedeutet Core-Satellite? Du nutzt einen oder zwei global gestreute ETFs als stabiles Fundament (Kern/Core). Darum herum baust du kleine „Satelliten“ - das können Einzelaktien, Edelmetalle oder Kryptowährungen sein. Ein Dividendeninvestor könnte beispielsweise einen ausschüttungsstarken ETF als Kern wählen und diesen durch 15–20 gezielte Einzelaktien ergänzen.
2. Das Portfolio für passive Investoren
Wenn du deinen Zeitaufwand minimieren willst, ist dieser Weg ideal. Um den Weltmarkt neutral abzubilden, hast du zwei gängige Optionen:
Die Ein-ETF-Lösung: Du kaufst bzw. besparst einen einzigen ETF, der den gesamten Markt repliziert (z. B. den Vanguard FTSE All-World oder den MSCI ACWI). Damit deckst du rund 90% der globalen Marktkapitalisierung ab.
Die Zwei-ETF-Lösung: Du mischst einen MSCI World (Industrieländer wie USA, Japan, Deutschland) mit einem MSCI Emerging Markets (Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien). Ein klassisches Mischverhältnis ist hier 70/30 oder 80/20.
Einige Anleger mischen auch Small-Caps oder mehr Europa ins Depot. Ein ETF auf den MSCI World Small Cap oder StoxxEurope 600 ETF können sinnvolle Ergänzungen für das Depot eines passiven Investoren sein.
3. Das Portfolio für Dividendenjäger
Viele Dividenden-Fans (ich übrigens auch!) setzen auf das Core-Satellite-Prinzip.
Als Kern dient oft ein spezieller Dividenden-ETF, wie der Vanguard FTSE All World High Dividend Yield. Er schließt Unternehmen ohne nennenswerte Ausschüttung aus und kommt so auf eine Dividendenrendite von ca. 3%.
Mein persönlicher Favorit ist jedoch die Kombination aus MSCI World und Emerging Markets in der ausschüttenden Variante. Die Dividendenrendite liegt hier zwar nur bei 1% bis 1,5%, dafür deckst du den Markt nahezu vollständig ab.
Zusätzlich suchst du dir gezielte Einzelwerte. Die folgende Grafik kann dir als erste Orientierung dienen, welche Branchen und Einzelaktien interessant sein könnten:

4. Was machen Value- und Growth-Investoren?
In der Theorie beißt sich der Core-Satellite-Ansatz mit dieser Philosophie, da diese Investoren den Markt durch tiefgreifende Analysen schlagen wollen. Wer einen ETF kauft, gibt quasi zu, dass er den Markt nicht besser kennt.
Meine ehrliche Meinung dazu: Gerade für Privatanleger lohnt sich ein globaler ETF-Kern fast immer. Er ist deine Versicherung, falls du dich bei der Aktienauswahl mal verschätzt. Selbst Profis wie Warren Buffett machen Fehler und raten Privatanlegern eher zum ETF. Seien wir ehrlich: Den meisten von uns fehlt die Zeit für hunderte Stunden Analyse und der Zugang zu Insider-Wissen. Ein solider Kern senkt dein Risiko massiv.
Welcher Typ bist du? Eher der passive Anleger, oder analysierst du gerne Unternehmen bis ins kleinste Detail? Schreib es unten in die Kommentare!
Bis dahin
Euer Dennis




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